26.02.2012

von B°-MR

Schnee ab - Tribüne auf

Mit dem Schnee vom vergangenen Winter eröffnet Ruhpolding die weiße Saison in der neuen Chiemgau-Arena.

In diesen Tagen widmet sich ein Großteil der WM-Arbeiten dem Öffnen des Schneedepots und Aufbau der Arena Tribüne

In Ruhpolding hat die Schnee-Saison begonnen
"Übersommerter" Schnee auf Strecke und Schanze aufgebracht - Große Nachfrage der Athleten

Mit dem Schnee vom vergangenen Winter eröffnet Ruhpolding die "weiße Saison" in der neuen Chiemgau-Arena, die für die Biathlon-Weltmeisterschaft in weniger als 100 Tagen (29. Februar bis 11. März 2012) fast komplett neu gebaut wurde und auch mit einer neuen, Sportler- wie Zuschauer-freundlichen Streckenführung aufwarten kann. Rund 10.000 Kubikmeter Schnee waren heuer in einem Depot am schattigen Nordrand des Zirmbergs (Schneewinkl) gesammelt worden. Dort schafften es über die Sommermonate immerhin 8.500 Kubikmeter, und diese sind nun auf eine rund zwei Kilometer lange und sechs Meter breite, ganztags im Schatten liegende Strecke in einer Stärke von 30 bis 40 Zentimeter aufgebracht worden.

Damit trotzen die Ruhpoldinger Stadion-Macher dem in Mitteleuropa herrschenden sonnigen und niederschlagsfreien "Wunder-Herbst", und so können sie unmittelbar vor Beginn der Weltcup-Saison den Kaderathleten und übrigen Aktiven des nordischen Bundesstützpunkts Ruhpolding wenigstens ein Teilstück des umfangreichen Loipensystems zum Schneetraining anbieten.

Erstmals durfte der Langlaufnachwuchs des Bundestützpunkts am 24. November 2011 die neue Schneeloipe nutzen, denn die gerade vom Weltcupauftakt in Sjusjoen (Norwegen) zurückgekehrten Spitzenlangläufer wie Tobias Angerer, Franz Göring und Steffi Böhler konnten nach der Heimreise noch einen Ruhetag genießen. Die fünf Weltcup-Biathleten aus dem Bundesstützpunkt Ruhpolding nahmen am Freitag früh den Schnee unter ihre Latten. So pflegen Olympiasieger Michael Greis, Andi Birnbacher, Simon Schempp, Daniel und Florian Graf sowie als "Gast" Arnd Peiffer am Ort der Weltmeisterschaft 2012 ihr Schneegefühl, ehe sie sich in den letzten Novembertagen Richtung Schweden aufmachen, wo am 30. November 2011 in Östersund mit dem Einzellauf der Männer die Weltcupsaison 2011/12 beginnt.

Der Bundesstützpunkt Ruhpolding ist aber nicht nur für die Biathleten da, sondern auch für die übrigen nordischen Skisportler, die hier wohnen und ihren Trainingsmittelpunkt haben, also die Speziallangläufer, Skispringer und Nordischen Kombinierer. Deshalb wird Ende November auch die K65-Meter-Schanze mit dem vorhandenen Schnee belegt. So haben sich bereits Angehörige aus sämtlichen Kadern des deutschen Skiverbandes zum Training angemeldet.

Angetan von den Bedingungen zeigten sich auch die Bundestrainer Ricco Groß und Fritz Fischer: "Ich bin auf der Strecke zwar noch nicht gelaufen, aber es sieht ganz gut aus". Neben den Spitzenbiathleten Michael Greis, Andi Birnbacher und Co., drehte auch die Langläuferin Evi Sachenbacher ihre Runden auf der 2 Kilometer Strecke.

Dass Ruhpolding aber bald über "frischen" Schnee verfügen kann, das machen die derzeit tiefen Temperaturen in der Nacht und am Morgen möglich. Denn in der Arena surren in den Morgenstunden schon die Beschneiungsanlagen, und so ist damit zu rechnen, dass die Chiemgau-Arena den Stützpunktsportlern bald weitere Streckenabschnitte und Schanzen zum Training freigeben.

Weitere Informationen auf der Homepage der IBU Weltmeisterschaften und beim Organisationskomitee Biathlon Weltcup Ruhpolding, Rathausplatz 1 , 83324 Ruhpolding , Telefon: 08663 - 5401-0.

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