02.04.2010

von B°-MR

Klassik zu Ostern

Kloster Seeon präsentiert sich zu Ostern wieder von seiner allerschönsten Seite mit vielen Klassikkonzerten.

Klarinettenoktett Amadé spielt am Ostersonntag in Kloster Seeon

Milander Quartett bestreitet die Ostermontags-Matinee

Omar Zoboli und Martin Zeller

Michael Eberth im Rahmen der Musikreihe 415+

Olga Watts und Stefan Temmingh

Von 4. bis 11. April 2010 wieder ausgesuchtes Konzertprogramm

Wie jedes Jahr präsentiert sich das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon auch heuer zu Ostern wieder von seiner allerschönsten Seite. In der Zeit von 4. bis 11. April 2010 werden jeweils an den Wochenenden im historischen Festsaal des Hauses ausgesuchte Konzerte stattfinden. Das zweite Konzertwochenende ist sogar einer ganz besonderen Musikthematik gewidmet. Unter der Überschrift "415+" konzipierte die Pianistin Margarita Ogansjan eine Konzertreihe, die den Focus auf ein im Jahr 2008 eigens für Kloster Seeon angefertigtes Cembalo richtet. Dieses Tasteninstrument eignet sich mit einer Stimmung von 415 Hertz ganz besonders für die historische Aufführungspraxis, gleichwohl kann - sozusagen mit einem Handstreich - eine Stimmung auf 440 Hertz erfolgen.

Den Auftakt der österlichen Klassikkonzerte macht am Ostersonntag, 4. April 2010 um 17 Uhr das Klarinettenoktett Amadé. Die Namensgebung dieses Schweizer Ensembles ist eine Hommage an Wolfgang Amadé Mozart, der die Klarinetten als seine erklärten "Favorit"-Instrumente wie kein anderer zu behandeln wusste. Die Mitglieder des Oktetts - Harald Strebel, Hanna Langmeier, Denise Waldvogel und Fritz Gloor (Klarinetten), Reto Wildeisen und Monika Weder (Bassetthörner), Juerg Wehrli und Werner Meienberg (Bassklarinetten) - sind allesamt Preisträger nationaler und internationaler Klarinetten-Wettbewerbe. In Seeon präsentieren sie das Divertimento "Feldparthia" von J. Haydn, Zwei Polonaisen von F. X. Mozart, Stücke aus "Don Giovanni" von W. A. Mozart sowie dessen Parthia in B-Dur.

Die Ostermontags-Matinee am 5. April 2010, 11 Uhr wird vom gestaltet. Schon bei seinem Debüt 2004 im Münchener Gasteig konnte das Ensemble mit seiner hohen Musikalität und jugendlicher Frische Presse und Publikum gleichermaßen begeistern. Die Pianistin Milana Chernyavska und der Bratschist Alexander Moshnenko traten erstmals in ihrer ukrainischen Heimat gemeinsam auf - und mit David Frühwirth (Violine), Alexander Moshnenko (Viola) und Rupert Buchner (Violoncello) wurden sie bald zum perfekten Team. Sie werden sich in Seeon mit Kirchensonaten von W. A. Mozart, dem Klavierquartett in C-Dur von L. v. Beethoven, dem Rondo alla Zingarese von J. Brahms und einem Klavierquartett von R. Schumann empfehlen.

Am Freitag, 9. April 2010, 19 Uhr startet schließlich das Omar Zoboli Trio die Musikreihe "415+" mit Werken von T. A. Vitali, A. Vivaldi, G. F. Händel, F. Geminiani, N. Cumer und J. S. Bach. "Kompositionen im italienischen Stil von Meistern der Zeit" lautet das Thema des Abends, mit dem der Italiener Omar Zoboli (Barock Oboe), der Schweizer Martin Zeller (Violoncello), und die Italienerin Nicola Cumer (Cembalo) einen reizvollen Aspekt des Barocks herausstellen. Selbstredend, dass die Internationalität des Ensembles ein besonders temperamentvolles Klangbild erwarten lässt.

Virtuose Cembalomusik aus Deutschland und Frankreich, gespielt von Michael Eberth, ist am Samstag, 10. April 2010, 19 Uhr zu hören. Der Cembalist und Orgelspieler Michael Eberth unterrichtete von 1988 bis 2008 am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium, wo er auch etliche Jahre den Fachbereich für Alte Musik leitete. Seit Oktober 2008 lehrt er an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München und ist darüber hinaus Privatdozent für Cembalo an der Universität Mozarteum in Salzburg. Im Rahmen der Musikreihe "415+" präsentiert er in Seeon Kompositionen von J. J. Froberger, J. C. Kerll, G. Böhm, J. S. Bach, A. Forqueray und  J.-N.-P. Royer.

Das Abschlusskonzert der Seeoner Klassikreihe gestalten am Sonntag, 11. April 2010, 11 Uhr, Olga Watts (Cembalo) und Stefan Temmingh (Blockflöte) mit dem Programm "Corelli & Co".
Die gebürtige Moskauerin Olga Watts, eine viel gefragte Spezialistin für Generalbass und Kammermusik, ist seit April 2005 als Lehrbeauftragte an der Münchner Musikhochschule tätig. Der Blockflötist Stefan Temmingh gehört zur jungen Generation von Blockflötisten auf Weltniveau. Als Spezialist für Alte und Neue Musik spielt er in zahlreichen Ensembles und bei namhaften Festivals. Die Konzertreihe "415+" werden Watts und Temmingh mit Musik von A. Corelli, G. P. Telemann, F. S. Geminiani, G. F. Händel und  A. Vivaldi gebührend ausklingen lassen.

Karten und weitere Informationen bei der Konzertkasse im Klosterladen Seeon (direkt am großen Parkplatz), Telefon: 08624 - 897201.

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